Kurse der Herbsttagung 2018


  • Bodenbiologie: von der Wissenschaft auf dem Acker

    Moritz Hallama

    Maximale Teilnehmerzahl: 30

    Angemeldete Teilnehmer: 0

    Wir sind uns einig, dass die Bodenbiologie wichtig ist. Aber was passiert da eigentlich genau?
    Es geht mir darum, dass ihr die Grundlagen der Prozesse im Boden versteht, damit ihr die Möglichkeit bekommt, Anbautechniken im Hinblick auf die Effekte auf das Bodenleben selbst zu bewerten. Da gibt es ja eine Menge wichtiger Themen, wie Humusbilanz, Stickstoff (Fixierung, Mineralisierung, Auswaschung...), Schadstoffe (Schwermetalle & organisches), bodenbürtige Krankheiten (z.B. Nematoden), Nahrungsnetz, Mykorrhiza, und so weiter. Aber auch Effektive Mikroorganismen oder BioChar werden besprochen. Dabei werdet ihr auch merken, dass die Wissenschaft oft eher neue Fragen aufwirft als praktische Probleme zu lösen. Ich versuche, aus dem universitären Elfenbeinturm die für euch wichtigen Konzepte herauszupicken und soweit möglich zugänglich zu machen, aber es wird doch ziemlich wissenschaftlich, da brummt der Schädel! Bringt was zum Schreiben und Ausdauer mit. Natürlich gehen wir auch mal kurz mit dem Spaten raus um eine Gefügeansprache zu machen.
    Euer Mykorrhiza-Moritz versucht gerade seine Doktorarbeit über die Auswirkung von Zwischenfrüchten und Direktsaat auf den Phosphor-Kreislauf fertigzubekommen.

  • Mensch-Tier-Kommunikation - ein Gewinn für beide!

    Werner Wecker

    Maximale Teilnehmerzahl: 25

    Angemeldete Teilnehmer: 0

    Als Landwirte und Gärtner sind wir immer wieder fürsorglich für andere aktiv - für die Pflanzen, Tiere, Verbraucher,für den Betrieb… Bei der vielen Arbeit verlieren wir vor lauter Routine, Machen, Überlastung leicht das Lauschen, Begegnen... Dann können wir innerlich ausbrennen, hohl und leer werden. Echte Begegnungen mit den Tieren aber kann auch dem Bauern sehr gut tun. Dieser Kurs gibt Anregungen, eine intensivere Begegnung mit den Tieren einzugehen wie es auch in der tiergestützten Pädagogik und Therapie eingesetzt wird. Es wird geübt und reflektiert: wie geht eine interessierte, verstehende, heilende, ermutigende, befreiende Kraft vom Menschen zum Tier, vom Tier zum Menschen fließen kann. Eben echte Kommunikation. Werner Wecker pflegt die Mensch-Tier- Kommunikation für sich selber seit bald 60 Jahren und wirkt neben seiner Tätigkeit als Landwirtschaftsmeister und Dozent für Tierkunde auch als Supervisor, Coach, Ausbilder für Therapeuten und Pädagogen mit tiergestützten Interventionen. Der Kurs findet sowohl im Raum als auch bei den Tieren der Umgebung statt.

  • Volkstanz

    Majelle



    Angemeldete Teilnehmer: 0

    Auf den Boden gebracht - wir tanzen zusammen kraftvoll - beschwingt Kreistänze von nah und fern, auch Singtänze und bal folk, im warming up sammeln wir Kraft aus dem Boden für die Aufrichtung des Körpers, für Leichtigkeit und Lebensfreude im gemeinsamen Tanz.

  • Yoga, Achtsamkeit

    Melinda und Sophia

    Maximale Teilnehmerzahl: 25

    Angemeldete Teilnehmer: 0

    Was ist dein „meins"? 

    Wie kannst du deinem „meins" begegnen?
    Wie kannst du dein „meins" wachsen lassen?
    Wie kannst du den raum geben der deinem „meins" zusteht? 

    — Was wächst daraus?

    Wir möchten mit dir in diesem Workshop deinen eignen Boden nähren, sodass du in deiner vollen Kraft dein Leben kreieren kannst. Durch unterschiedliche meditative und körperliche Übungen möchten wir dich einladen mit dir selbst Kontakt aufzunehmen und diesen zu halten. Wir zeigen dir, wie du den Raum den du brauchst und willst für dich und deine Vision nutzen kannst, um in deinem vollen potential weiter zu wachsen.
    Mitzubringen ist: bequeme Kleidung und evtl eine Yogamatte oder Decke

  • Wie geht Imkerei? - Anleitung zu Bienenhaltung und Honigernte

    Gudrun Tiemeier

    Maximale Teilnehmerzahl: 15

    Angemeldete Teilnehmer: 0

    "Was Bienen alles können

    Fächeln, tüten, sterzeln, heulen,
    schwärmen, bauen, quaken, brüten,
    schwitzen, tanzen, trillern, putzen,
    sammeln, brausen, ventilieren,
    kommunizieren, produzieren,
    schlüpfen, hüpfen, suchen, finden,
    stechen, lecken, vegabundieren,
    hängen, fliegen, tasten, schwänzeln,
    stiften, saugen, betteln, kauen,
    zittern, koten, füttern, heizen,
    beißen, ketten, räubern, trinken,
    verdeckeln, bewachen,
    Vielfalt bewahren,
    bestäuben, begatten,
    Honig machen !"

    (Anna-Lisa Giehl)

    In diesem Kurs soll es im allgemeinen einfach um die praktische Anleitung zur Bienenhaltung und Honigernte gehen. Es gilt zu verstehen wie die Bienen leben, wie sich das Volk organisiert und was es braucht damit es Bienen und Imker gut geht. Wie fangte ich mit der Imkerei am besten an? Was gibt es bei Unterbringung und Standort zu beachten? Welche Arbeiten fallen im Jahresverlauf an? Wie bilde ich Ableger? Wie wird der Honig geerntet und verarbeitet? über diese und andere Fragen können wir reden und in Austausch kommen. Gudrun Tiemeier(54) arbeitet gemeinsam mit ihren Eltern nebenberuflich in der Imkerei die seit 4 Generationen zur Familie gehört. Die Bienenhalung umfasst etwa 90 Völker, die im Umkreis von 15km an Feld und Waldrändern im Osnabrücker Land verteilt stehen. Wir sind Mitglied im Deutsch Imkerbund und arbeiten zur Zeit nicht nach Biorichtlinien. Wir sind aber offen für die Idee irgendwann umzustellen und freuen uns darauf von euch ein paar Anregungen für die Zukunft mit zu nehmen.

  • Gastrosophie

    Harald Lemke

    Maximale Teilnehmerzahl: 25

    Angemeldete Teilnehmer: 0

    „Man muss wohl essen“ heißt nicht als erstes, etwas in sich aufzunehmen und zu umfassen, sondern essen zu lernen und zu essen zu geben, Lernen-dem-Anderen-zu-essen-zu-geben. (Jacques Derrida, zit. nach: Lemke 2009: 1)

    Als Philosoph und Kulturwissenschaftler betrachtet Harald Lemke das Verhältnis von Gesellschaft und Essen. Dabei wird dieses grundlegende Verhalten als die menschliche Essistenz - prägend für unser Leben - betrachtet.

    Ernährungsethik und Gastrosophie nennen sich die wissenschaftlichen Disziplinen, welche den Umgang mit Essen - die Kultur des Essens - ins Zentrum der Betrachtung rücken, Bewusstsein schärfen und Aufmerksamkeit auf etwas lenken, was sich im Alltag oft zur gedankenlosen Abfertigung entwickelt. Essen degeneriert dann zur bloßen Nahrungsaufnahme, welche dem menschlichen „Maschinenkörper“ neuen Brennstoff liefert.

    Mit dem Plädoyer für eine konvivale Menschheit - Zur Zukunft einer planetaren Tischgesellschaft fordert Harald Lemke, dass durch einen erweiterten Humanismus-Begriff, gesellschaftlicher Wandel, in Gestalt einer Ernährungswende stattfinden soll.

    „Wir Menschen können selbstverständlich mehr tun als nur essen; wir könnten ebenso auch philosophisch „über den Tellerrand schauen“, das heißt über die Omnipräsenz des Essens ins Denken zu kommen, statt unsere Essistenz weiter so abzutun wie üblich. [...] Man kann das Essen vorzüglich nutzen, um über das gesellschaftliche Ganze, die globale Gesellschaft nachzudenken und über die utopischen oder dystopischen Perspektiven, die Welt zu retten. [...] Ebenso stecken unendlich erneuerbare Ressourcen einer humanen Entwicklung darin, die zeitgenössische Kunstpraxis, trendige Experimentalküchen,Mitesszentralen und alle anderen innovativen Kräfte einer Kunst des Essens bestmöglich zu fördern und gutzuheißen. Dazu gehört die Option, dass wir das, was wir sowieso jeden Tag tun, endlich ins Zentrum unserer Vorstellung von einem guten Leben rücken. Die Utopie, zu der die Gastrosophie also einlädt, lautet in einem weiteren aufrüttelnden Zuruf schlicht: „Lasst uns zu konvivalen Menschen werden!“ Lemke, H. (2018): Eine konvivale Menschheit? Zur Zukunft einer planetaren Tischgesellschaft. Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ - 68) 1-3/2018: 41-46.

    In diesem Sinne möchten wir herzlich dazu einladen, mit Harald Lemke in einen philosophischen Diskurs zu treten, um Facetten alternativer Gesellschaftsformen zu beleuchten sowie gemeinsam Utopien zu entwickeln, die den Geschmack des Lebens in seiner aromatischen Vielfalt neu komponieren.

  • Nachhaltige Betriebsentwicklung in der solidarischen Landwirtschaft - eine triadische Faktorenanalyse

    Karl Giesecke

    Maximale Teilnehmerzahl: 25

    Angemeldete Teilnehmer: 0

    Ziel meines Kurses ist es euch ein Bild zu vermitteln von Faktoren und Bedingungen, die für die nachhaltige Entwicklung einer solidarischen Landwirtschaft entscheidend sind. Wir werden nach meinem Modell die drei Säulen der solidarischen Landwirtschaft in Blöcken behandeln: ökonomisch, sozial und ökologisch. Die Blöcke sind jeweils gegliedert in einen Vortragsteil und einen interaktiven. Dieses Modell soll euch einen Überblick verschaffen über die Aufgabenbereiche die der aktive Kern einer Solawi idealerweise abdecken sollte, damit die Solawi sich erfolgreich entwickeln kann. Außerdem können auch Beispiele für konkrete Strukturen erlernt werden (z.B. die Strukturierung einer Arbeitsbesprechung). Ich werde genug Puffer einbauen um aufgrund von Nachfragen einzelne Aspekte vertiefen zu können. Der Kurs richtet sich genauso an Gründer, wie an Menschen die vorhaben sich in schon bestehende Solawis einzubringen. Karl Giesecke ist Diplom Soziologe, Mitbegründer der Kommune in Sehlis bei Leipzig, Mitbegründer und Gärtner der Solawi Rote Beete seit 2012. 2017 hat er auf seiner Solawalz durch Mitarbeit Eindrücke auf 13 Solawis gesammelt [solawalz.wordpress.com]. Seit diesem Jahr ist er Mitglied des Arbeitskreises Beratung des Bundesnetzwerk solidarische Landwirtschaft. Maximal Teilnehmerzahl: 25

  • Percussion

    David Bäumer

    Maximale Teilnehmerzahl: 15

    Angemeldete Teilnehmer: 0

    Der Workshopleiter David Bäumer trommelt seit 2003 und lernte das Spiel bei Rosemarie Lang, Biro Diakhaté (Senegal) und Piotr Cyngiel (Polen). In den Folgejahren kam die Erfahrung zahlreicher Auftritte auf der Bühne und auf der Straße hinzu, sowie Begleitung von Afrikanischen Tanzworkshops. 2013 initiierte er die wöchentlich stattfindende Trommelsession in Fulda und gründete 2015 seine eigene Trommelschule. Die Kursteilnehmer lernen Schlagtechniken, Trommellautsprache und Rhythmen nach westafrikanischem Stil, aber auch freie Kompositionen, das Spiel auf der Basstrommel und evtl. Soli. Die Teilnehmer brauchen keinerlei Vorkenntnisse und es können 15 Trommeln zur Verfügung gestellt werden.

  • Indigene Mikroorganismen - Herstellen und Anwenden im Gemüse und Ackerbau

    Philippe Rose

    Maximale Teilnehmerzahl: 20

    Angemeldete Teilnehmer: 0

    Im Workshop erfahrt Ihr, was indigene Mikroorganismen sind und welche Aufgaben sie im Organismus Boden erfüllen. Die Herstellung eines flüssigen Fermentes wird so besprochen, dass eine Anwendung im eigenen Praxisbereich möglich ist.

  • Terra Preta und Biokohle,Herstellung und Anwendung fürs Boden und Klima

    Ayumi Matzusaka

    Maximale Teilnehmerzahl: 20

    Angemeldete Teilnehmer: 0

    Ayumi Matsuzaka, ist Gründerin von DYCLE - Diaper Cycle (Windel Zyklus www.dycle.org), sie ist Japanerin und lebt in Berlin. Ursprünglich ist sie eine Konzeptkünstlerin (Conceptual-Artist). Durch partizipative Art-Intervention-Ansätze in den letzten 10 Jahren, konnte sie die Rolle vom Mensch in den Energie- und Stoffkreisläufen erkunden. Nachdem sie die Schwarze-Erde-Substratherstellungsmethode von Dr. Haiko Pieplow und Dr. Jürgen Reckin - zwei deutschen Wissenschaftlern - erlernte, konnte sie bodenrelevante Projekte in Europa und Asien führen, so wie die Herstellung des Terra Preta Substrats beherrschen lernen. Auf diesem Wege hat sie festgestellt, dass immer mehr Eltern mit Kleinkindern sehr interessiert waren, die Menge an Windelabfall zu reduzieren. "Diaper Cycle" ist ein System, dass speziell für diese Eltern und Kinder entwickelt worden ist. Durch das Angebot von zu 100% kompostierbaren Windeln ist es tatsächlich möglich, gesunde Böden, Obstbäume und gesunde Kreisläufe zu gestalten. Ayumi besitzt eine "Blaue Ökonomie" Zertifizierung vom Zero Emission Research and Initiative (Zeri). Wie das alles zustande gekommen ist, wird sie uns in dem praktisch-theoretischen Workshop erzählen. Der Workshop ist zweisprachig auf Englisch und Deutsch aufgebaut.
    Ayumi Matsuzaka, founder of DYCLE - Diaper Cycle, Japanese, lives in Berlin. Originally a conceptual artist, she explored the human role in energy and material cycles through participatory art interventions during the last 10 years. After learning Terra Preta method from two soil scientists, Dr. Haiko Pieplow and Dr. Jürgen Reckin and carrying out soil projects in Europe and Asia, she mastered the production of Terra Preta soil substrate, whilst understanding that parents are highly interested in reducing the huge amounts of diaper waste. Diaper Cycle is a system for these parents, by offering 100% compostable diapers, which after use, are transformed into healthy soil, ready to plant fruit trees. She is a certified “Blue Economy Expert”, an environmental business certificate awarded by ZERI (Zero Emissions Research and Initiative). www.dycle.org


    Programm
    Freitag 9:00 bis 12:30
    Erster Teil: Praktische Einführung in die Herstellung von Terra Preta und Biokohle
    Die Teilnehmer*innen werden die Grundlagen der Herstellung von Terra Preta erfahren und Anweisungen erhalten, um selbst zu Hause weitere Experimente durchführen zu können.

    Terra Preta ist ein spezieller fruchtbarer Bodentyp, der durch die Bevölkerung der indigenen Siedlungen im Amazonasgebiet nach jahrhundertelangem Akkumulieren von Küchen- und Gartenresten, Tierkörpern und menschlichen Fäkalien entstanden ist. Die Hauptbestandteile der Terra Preta sind aber die anaerobische Fermentierung und die aktivierte Biokohle. Bei unserem Substrat handelt es sich um eine moderne Version des 21. Jahrhunderts, die alltägliche organische Reste berücksichtigt.

    Wir werden Küchenabfälle behandeln und sie für die Fermentierung bereitstellen. Gleichzeitig werden wir mit hilfe eines kleinen Pyrolysemeilers Biokohle herstellen und dabei eine Suppe kochen. Die Teilnehmer*innen werden ein Terra Preta Starter-Set bekommen (bei Interesse).

    Keywords
    #Terra Preta #Hands-on #Biochar #Cooking #Pyrolysis Oven #Fermentation

    09:00 - 09:20 Treffen und Vorstellungsrunde
    09:30 - 10:00 Vorbereitung für die Fermentierung

    Pause
    10:15 - 11:00 Wurmkompostierung
    Pause
    11:15 - 12:30 Pyrolysemeiler und Biokohle-Ernte

    Freitag 14:00 bis 17:00
    Zweiter Teil: Besuch zum Terra Preta Projekt

    Samstag 9:00 bis 13:00
    Dritter Teil: Terra Preta Substrat und Biokohle - kann Terra Preta Alltag werden?

    Dieser Teil des Kurses wird den Teilnehmer*innen Information über die Qualität der Biokohle vermitteln so wie Informationen über die diverse Anwendungsbereiche liefern. Welche Rolle spielt Biokohle Zuhause im Alltag und auf dem Hof? Kann sie Teil einer Hofdynamik werden?

    Das Potential der Biokohle für Sanitäranlagen wird diskutiert und anhand von Beispielen aus den technischen und künstlerischen Bereichen erweitert, Schwerpunkt wird bei Ayumis Erfahrungen mit dem Startup DYCLE (Diaper Cycle) liegen.

    Keywords: #Terra Preta #Biochar #Fermentation #Fruit Plantation #Family and Baby #Food for generations to come #Decentralized production #Diaper #Circular Economy

    09:00 - 10:00 Terra Preta - Geschichte und Grundlegende Elemente
    Pause
    10:15 - 11:15 Biokohle - Qualität und Herstellung, Anwendungsbereiche (Roberto Tinoco)
    Pause
    11:30 - 13:00 Diaper Cycle - Free fruit generation with Terra Preta method

  • Anbaumethoden und Sortenwahl im Obstbau

    Volker Ciesla & Sebastian Dorn

    Maximale Teilnehmerzahl: 20

    Angemeldete Teilnehmer: 0

    Dieser Kurs vermittelt das Basiswissen für die Pflanzung und Pflege von Obstgehölzen. Ein Grundlegendes Thema wird die Betrachtung des Unterschiedes zwischen einem Wildgehölz und der Kulturform Obstbaum sein. Wir werden über die Hintergründe und die Geschichte der Selektion und Züchtung von neuen und alten Obstsorten sprechen. Schwerpunkt ist hier auch die Züchtung von Sorten für die Bio- Produktion) Gemeinsam erarbeiten wir die unterschiedlichen Aspekte der verschiedenen Anbaumethoden und Baumformen des Obstbaues (mit Fokus auf Aden nbau auf dem ökologisch bewirtschafteten Hof). Der Kurs möchte ein grundlegendes und von der Anbauform unabhängiges Verständnis für das Wuchsverhalten von Obstgehölzen vermitteln. Sehr großen Stellenwert hat das Vermitteln der Wachstumsgesetze und anderer Verhältnissen im Baum. Auch Anleitungen zu Schnitttechniken und die fachgerechte Anwendung dieser Mittel wird nicht fehlen. Anhand von Fotos werden Beispiele aus der Praxis und häufige Schnittfehler gezeigt. Um das Wissen auch praktisch anwenden zu können, werden wir auch einen Praxisteil auf dem Außengelände anbieten. Sebastian Dorn und Volker Ciesla möchten anhand von Vorträgen, Grafiken und Beispielen aus Ihrer Praxis, gemeinsames Erarbeiten und den Praxisteil eine Einführung in die spannende Welt der Obstgehölzpflege bieten.

  • Contact Dance - „Erde spüren und einander Erde geben“

    Katja Mangold

    Maximale Teilnehmerzahl: 15

    Angemeldete Teilnehmer: 0

    Contact Improvisation ist eine Tanz- und Bewegungsform, welche einlädt, den eigenen Impulsen zu folgen und sich auf einen feinen nonverbalen Dialog mit anderen Menschen einzulassen, eigene Grenzen zu respektieren und oder bewusst zu erweitern und mit all dem was im Moment präsent ist in Bewegung zu gehen! Die Beziehung zum Boden, zur Erde, ist in der Contact Improvisation elementar. Durch unsere Bewegung setzen wie uns ständig neu in Beziehung zu ihr. Wir ertasten ihre Oberfläche und Beschaffenheit und erfahren wie die Schwerkraft auf uns wirkt. Im Kontakt mit unseren TanzpartnerInnen* erweitert sich unsere Bezugsfläche zur Erde um die der anderen Personen/Körper im Raum und wird somit zu einer sich bewegenden Bezugsfläche! Die Art und Weise, wie diese Körper sich in Beziehung zur Erde setzen, entscheidet wiederum, in welcher Weise sie uns Halt und Orientierung bieten können. Durch unsere TanzpartnerInnen* erfahren wir einmal mehr, wie wir die Erde, unseren Boden, mit all unseren Sinnen stets ertasten und uns nach ihr ausrichten. Wir können erleben, wie die lebendige Beziehung zur Erde uns nährt und uns Orientierung und tiefes Vertrauen schenkt. Dieses Vertrauen bietet die Basis für unsere Tänze und erlaubt uns, uns in alle Richtungen und Ebenen im Raum zu bewegen und wahre Improvisation und Nicht-Wissen zuzulassen! In Einzel- und PartnerInnen*übungen werden wir unsere Beziehung zur Erde und zur Schwerkraft erkunden.Wenn die äußeren Begebenheiten es ermöglichen, können wir gerne eine Zeit in der Natur verbringen und hier die Erde unter uns erspüren! In PartnerInnen*übungen aus der Contact Improvisation werden wir die grundlegenden Prinzipien dieser Tanzform kennenlernen: Zuhören, Führen und Folgen, Lehnen und Teilen von Gewicht. Die angeleiteten Übungen gehen in Phasen des freien Improvisierens und Tanzes über, in denen wir Erlernte verinnerlichen und integrieren können. So lernen wir auf unterschiedlichen Wegen unser Ausdrucksspektrum in Bewegung zu erweitern. und sind sowohl tänzerisch als auch verbal im Austausch über das Erlebte. Die Contact Improvisation bietet uns hierbei ein schönes Lernfeld, unser So-Sein liebevoll anzunehmen und von da aus in den Kontakt mit unseren Mitmenschen zu gehen. Bringt bequeme und wettertaugliche Wechselkleidung mit, mit der ihr euch gerne auf den Boden begebt und miteinander tanzt! Die Tanzkleidung für drinnen sollte möglichst ohne Reißverund Knöpfe sein! Ich freue mich sehr auf Euch!

  • Stadt-/Landentwicklung

    Uni Erlangen für Stadt- / Landentwicklung

    Maximale Teilnehmerzahl: 15

    Angemeldete Teilnehmer: 0

    Stadt, Land, Zukunft? Die Beziehungen zwischen Mensch und Natur, wie wir sie heute (er-)leben, sind Produkt tiefgreifender historischer Transformationen. Die Einsicht in das Gewordensein dieser Verhältnisse soll im Workshop als wichtiger Schritt herausgearbeitet werden, um gegenwärtige Entwicklungen einordnen und diskutieren zu können. Die Auflösung des traditionellen Gegensatzes von Stadt und Land, Urbanisierung als Megatrend und die Zukunft ländlicher Räume werden im Rahmen des Kurses nicht nur definitorisch behandelt, sondern in ihrer Vielschichtigkeit gemeinsam thematisiert. Da eine anregende und offene Diskussion von aktiver Teilnahme lebt, werden Austausch und Reflexion eigener Ansichten und Erfahrungen eine zentrale Rolle spielen. Jonas Lendl ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geographie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und beforscht den laufenden Bewerbungsprozess zur Kulturhauptstadt Europas 2025.

  • Interaktive Werkstatt Solidarische Landwirtschaft

    Nils Haubner (B.Sc. Agrarwissenschaften), Daniel Eckert (B.A. Politkwissenschaften)

    Maximale Teilnehmerzahl: 20

    Angemeldete Teilnehmer: 0

    Wir wollen mit euch gemeinsam das Thema Solidarische Landwirtschaft konkret bearbeiten. Dabei werden wir über eine oberflächliche Vorstellung des Konzepts hinausgehen und tiefer in aktuelle Themenfelder und Problematiken wie z.B. Bodenmarkt, Mitgliederorganisation und gemeinschaftliche Entscheidungsfindung einstiegen, die für eure Ausbildung relevant sein könnten. Während am ersten Tag viel gemeinsame Diskussion und Austausch im Mittelpunkt stehen, werdet ihr am zweiten Tag ein Planspiel zum Thema „Zukunft von Solawi und Solidarischer Ökonomie" gestalten. Dieses konzipieren wir extra für euch neu. Der gesamte Kurs ist praxisnah gestaltet und basiert maßgeblich auf eurem Input und euren bisherigen Erfahrungen. Unser Background: Wir haben Erfahrungen in der Leipziger SoLaWi-Szene gemacht, sowohl von der Erzeuger*innen- als auch von der Mitgliederseite und halten SoLaWi für ein zukunftsfähiges Konzept. Wir freuen uns auf den Erfahrungsaustausch mit euch!

  • Betriebsgründung

    Klaus Strüber

    Maximale Teilnehmerzahl: 25

    Angemeldete Teilnehmer: 0

    Ich gründe meinen Traumhof!

    In diesen Workshop sind alle herzlich eingeladen, die ein eigenes Projekt starten möchten. Behandelt werden alle dazu wichtigen Bereiche wie Unternehmensform, Einnahmen/Ausgabenplan und gesetzliche Rahmenbedingungen. Du kannst hier deine eigene Idee weiter gestalten und dich mit anderen darüber austauschen.


    Dozent
    Klaus Strüber hat selbst die freie Ausbildung gemacht, 20 Jahre mit Pferden gearbeitet und eine der ersten SoLaWi gegründet und lange geleitet. Seit 3 Jahren ist er bundesweit tätiger Berater für Betriebswirtschaft, Hofübergabe und SoLaWi.

  • Schmieden

    Schmied

    Maximale Teilnehmerzahl: 12

    Angemeldete Teilnehmer: 0

    Schmieden mit dem Schmied - macht mit und schaut, was dann geschieht. In diesem Workshop werden grundlegende Kenntnisse der Schmiedekunst vermittelt. Auf individuelle Anregungen wird gerne eingegangen - beispielsweise können Teilnehmer_innen, Fotos oder Skizzen als Vorlage für ihr Werk anbringen. Denkbar wäre darüber hinaus, sich mit der Reparatur diverser landwirtschaftlicher Geräte / Maschinen oder dem „Kupfertreiben“ zu beschäftigen. Die vorgeschlagenen Alternativen werden im Kurs gemeinsam besprochen, sodass ein Ablaufplan für die kommenden Tage entwickelt werden kann. Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt - handwerkliches Geschick ist vorteilhaft - Werkzeuge werden gestellt.

  • Projekt 2000m2

    Projekt 2000m2

    Maximale Teilnehmerzahl: 30

    Angemeldete Teilnehmer: 0

    Es ist genug für alle da!   Das ist die große Überschrift unseres Weltackerprojekts und wir haben mehr als genug. Wir leben in einer übergroßen Fülle und jetzt ist es höchste Zeit mit dieser Fülle verantwortungsvoll umzugehen. Worüber wir uns Gedanken machen müssen ist, wie wir diese Fülle nutzen damit sie für alle reicht und wie wir die Fruchtbarkeit des Bodens erhalten, der diese Fülle hervorbringt. Jedes Tier das nicht geschlachtet wird, jedes Brot das nicht weggeworfen wird und jeder Quadratzentimeter dieser Erde der liebevoll gepflegt wird ist ein Beitrag auf diesem Weg. Und ich bin begeistert wenn ich sehe wie viele Menschen diesen Weg gehen, ob auf einem Balkon oder auf einem großen Landwirtschaftsbetrieb. Gemeinsam werden wir das Ziel erreichen.   Ich arbeite seit fast dreißig Jahren als Biogärtner und beschäftige mich noch länger mit Ökologie und Natur und Umweltschutz. Ich habe einen großen Erfahrungsschatz angesammelt, den ich gerne weitergebe. Wieviel Boden (ver)braucht der Mensch?   Freitag 26.10. 9.00 – 12.00 Uhr Einführungsvortrag: - Der 2000m² Weltacker: Mangel oder Fülle?, Es ist genug für alle da! - Fruchtbarer Boden für Jahrtausende: Grundlagen der Bodenfruchtbarkeit, Bodenschutz und     Bodenpflege   14.00 – 18.00 Uhr Exkursion zum Weltacker nach Pankow: - Ein Modell der globalen Landwirtschaft - Bodennutzung oder Verbrauch? - warum reichen wir nicht mit dieser Fläche? - was muss sich ändern - die Lösungen sind einfach - neues Denken/neue Ökonomie/neue Landwirtschaft   Samstag 27.10.   Landwirtschaft als Liebeserklärung an die Erde 9.00 - 10.00 Uhr - Austauschrunde zum Vortag/offene Fragen Gespräch: - „meine“ 2000m²: ein fremder Ort oder ein Teil von mir - wie nehme ich Landwirtschaft wahr   10.00 – 13.00 Visionen finden Erstellen eines eigenen Entwurfs: Wie sehen meine 2000m² aus, was wünsche ich mir für die Erde/den Boden, gibt es einen Unterschied wenn ich mich NICHT an das aktuelle Wirtschaftssystem anpassen muss, Austausch

  • Grundlagen der eigenen Imkerei

    Dr. Schuricht

    Maximale Teilnehmerzahl: 10

    Angemeldete Teilnehmer: 0

    Was können wir von den Lebensumständen der gesunden "wilden" Bienenvölker lernen? Wie können wir auf dieser Grundlage die verschiedenen Imkereimethoden bewerten?
Vergleich der Betriebsweisen konventionell / Bio / Demeter,
Vergleich der verschiedenen Bienenbehausungen - Welche "Bienenbeute" und welche Betriebsweise passt zu mir und meinem Standort? Wie zeitäufwändig sind die verschiedenen Betriebsweisen?
Was sollte ich unbedingt vermeiden, weil es meine und andere Bienen schädigt?
Was ist die Grundausrüstung des Imkers? Wo bekomme ich diese?
Der Gang durch den Jahreslauf bei den wichtigsten Imkermethoden,
die Vermehrung der Bienenvölker,
verschiedene Methoden der Ernte von Honig, Wachs und Bienenharz (Propolis),
dIe wichtigsten Krankheiten der Biene und der Umgang damit.

Bedingt durch die Jahreszeit (Winterruhe der Bienenvölker) kann der praktische Teil des Kurses nur sehr beschränkt sein. Wir besuchen mindestens einen Bienenstand in Berlin und lernen zwei die beiden wichtigsten Beutensysteme (Magazin- und Trogbeute) kennen. 

Vor dem Beginn mit der eigenen Imkerei sei jeder/m zusätzlich die Zusammenarbeit mit einer/m erfahrenen Imker/in während eines Bienenjahres empfohlen; dies, vor allem die Fähigkeit, den aktuellen Zustand eines Bienenvolkes zu erkennen und die dann erforderlichen Maßnahmen zu planen, erfordert einige Übung und kann natürlich nicht an einem zweitägigen Seminar erworben werden.
 Ulrich Schuricht (49)
Schularzt der Rudolf Steiner Schule Berlin
Hobbyimker seit 2009, derzeit 12 Völker in Berlin und Brandenburg, anfangs Magazinbeuten, dann Wechsel auf Beuten mit großem einheitlichen Brutraum und seit 2014 Trogbeuten.


  • Das organische Prinzip in der Architektur - Entwurf und Modellbau

    Bernd Kaufmann

    Maximale Teilnehmerzahl: 12

    Angemeldete Teilnehmer: 0

    Augehend von der Frage, wie das Prinzip des Organischen in der Architektur auftreten kann, wird in vorwiegend praktischer Arbeit ein kleines Gebäude entworfen und im Maßstab 1:50 hergestellt. Ausgangspunkt kann dabei a. eine eigene Gestaltungsidee oder aber auch b. ein bereitgestellter Entwurf eines Wohnhauses von den architekturgeschichtlich bedeutsamen Architekten Hans Scharoun oder Hugo Häring sein. Als Material dient 1,5 mm Finnpappe, Cutter, Klebstoff. Arbeiten in einer Gruppe von 2-3 Personen ist sehr gut möglich.

  • ohne Kurs

    kein Dozent



    Angemeldete Teilnehmer: 0

    Dieser Kurs dient in der Anmeldung für alle, die zur Tagung kommen wollen aber sich für keinen Kurs anmelden können oder wollen.

  • Kulturrevolution der Hippies

    Hermann Croop



    Angemeldete Teilnehmer: 0

    Mit Musikbeispielen, phantastischen Fotos und Dias

    Achtung, der Kurs erfolgt nur am Freitag von 09:00-12:00 Uhr!!